Praxiswissen
Welche Einlagenfräse passt zu Ihrer Stückzahl?
Von Team Marketing · 30. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit
Wenige Paare am Tag oder Serienfertigung: Worauf es bei der Wahl ankommt – und warum die Fräszeit allein nicht entscheidet.
Die Fräse ist für viele Betriebe das Herzstück der digitalen Einlagenfertigung. Sie verarbeitet fast alle handelsüblichen Materialien und Funktionsrohlinge und liefert reproduzierbare Formen. Trotzdem fällt die Wahl des Modells oft nach Bauchgefühl: zu klein, und die Werkstatt wartet auf die Maschine; zu groß, und die Fräse steht die meiste Zeit still.
Die wichtigste Frage ist deshalb nicht „Welche Fräse ist die beste?“, sondern: Wie viele Paare fertigen Sie am Tag – heute und in zwei Jahren?
Drei Kennzahlen, die wirklich zählen
- Fräszeit: Wie lange braucht die Maschine für eine Einlage oder ein Paar? Sie hängt von Material und Konstruktion ab und ist immer ein Richtwert.
- Rüstzeit: Wie lange dauert es, Rohlinge einzulegen und den nächsten Auftrag zu starten? Bei vielen kleinen Aufträgen am Tag ist sie oft wichtiger als die Fräszeit.
- Paare je Durchgang: Wie viele Paare lassen sich gleichzeitig rüsten und in einem Durchgang fräsen? Hier liegt der Hebel für die Serienfertigung.
Die Modelle im Überblick
GT Rocky – kleine Werkstätten mit hohem Bedarf, einfacher Einstieg
ca. 20 Min. je Paar (Gr. 39), Rüstzeit unter 1 Minute, Vakuumtisch, Bestückung ohne Kleben, geräuscharm
GP M253 – kleine bis mittlere Werkstätten
ca. 10 Min. je Einlage (Gr. 40), Rüstzeit unter 1,5 Minuten, Fräsdicke 0,5–45 mm
GP M320 – universell, flexible Materialbearbeitung
ca. 8 Min. je Einlage (Gr. 40), Rüstzeit unter 2 Minuten, Verfahrweg Z 150 mm
GT Joe 3 – Industriefräse für mittlere Stückzahlen
ca. 8 Min. je Paar, bis zu 3 Paar in einem Durchgang, netzwerkfähig
GT Joe 8 – robuste Industriefräse für hohe Stückzahlen
ca. 8 Min. je Paar, bis zu 8 Paar in einem Durchgang, netzwerkfähig
GT Joe 10 – Hochleistungsfräse für die Serienfertigung
ca. 8 Min. je Paar, bis zu 10 Paar in einem Durchgang, netzwerkfähig
GT Joe 3, GT Joe 8 und GT Joe 10 sind dieselbe Maschine. Nur der Frästisch ist größer – dadurch lassen sich mehr Paare gleichzeitig rüsten und in einem Durchgang fräsen.
Als Faustregel: Für kleine Werkstätten eignen sich GT Rocky oder GP M253. Ab mittleren Stückzahlen lohnt die GT Joe 3, für die Serienfertigung GT Joe 8 oder GT Joe 10.
Absaugung gleich mitdenken
Wo gefräst wird, entsteht Staub. Jede Fräse ist serienmäßig für den Anschluss an eine Absaugung vorbereitet (Ø 60–100 mm, je nach Modell). Als Zubehör gibt es die Zyklon-Absaugung Delfin, die den Frässtaub per Unterdruck absaugt, und den Fräs-Untertisch „Deluxe“. Planen Sie beides von Anfang an ein – nachrüsten ist immer aufwendiger als gleich richtig aufstellen.
Vom Scan direkt auf die Fräse
Die schnellste Fräse hilft wenig, wenn der Auftrag vorher lange im Konstruktionsstau steht. Mit NEXOS kommen Fräsaufträge direkt aus der Konstruktion und erscheinen automatisch in der Werkstatt.
Mit NEXOS One Mill geht es noch einen Schritt weiter: Standardeinlagen entstehen automatisch nach den Regeln Ihres Konstrukteurs und gehen ohne CAD-Zwischenschritt auf die Fräse. Sonderfälle bleiben in der Hand Ihres CAD-Experten. So arbeitet Ihr Konstrukteur an den Versorgungen, die ihn wirklich brauchen.
Scan → Regelwerk → Fräsauftrag → Werkstatt
Einrichtung, Schulung, Wartung – aus einer Hand
Eine Fräse ist eine Investition für viele Jahre. Deshalb bekommen Sie von go-tec aus Münster:
- Einrichtung vor Ort und Anbindung an NEXOS
- Fräsen-Schulung für Ihr Team
- Wartungsvertrag mit festem Ansprechpartner
Eine Finanzierung ist möglich – fragen Sie nach den aktuellen Konditionen.
Fräsen oder 3D-Druck?
Fräse und Drucker schließen sich nicht aus. Die Fräse ist stark bei Stückzahl und Materialvielfalt, der 3D-Druck bei Einlagen mit Härtezonen in einem Stück. Wie CUBIX von go-tec das löst, lesen Sie im Beitrag „3D-gedruckte Einlagen: Härtezonen statt Schichten“. Den direkten Vergleich finden Sie unter Fertigen, mit Ihren eigenen Zahlen rechnen Sie unter Wirtschaftlichkeit.
Sagen Sie uns Ihre Stückzahl
Wir sagen Ihnen, welche Fräse passt – mit Blick auf Ihren Betrieb, Ihre Materialien und Ihr Wachstum.
go-tec GmbH, Münster: Software und Technik für das Orthopädiehandwerk seit 2001 – Fußscanner, Druckmessung, NEXOS, CNC-Fräsen und CUBIX 3D-Druck aus einer Hand. Mehr als 2.500 Betriebe in 27 Ländern arbeiten mit Lösungen von go-tec.